Fragen & Tipps

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Kann man mit Olivenöl braten, schmoren und frittieren?
Nehmen Sie das Beispiel Mittelmeerländer: hier wird ganz selbstverständlich Olivenöl zum Braten, Schmoren und Frittieren genommen. Wichtig: Extra natives Olivenöl hat einen Rauchpunkt bei etwa 180 Grad. Bis zu dieser Temperatur darf Olivenöl in der Pfanne oder im Topf erhitzt werden.
Ist der kritischen Hitzepunkt überschritten, erkennen Sie es an einem unangenehmen, verbrannten Geruch und einer auffälligen Rauchentwicklung. Dann ist der Rauchpunkt überschritten. In diesem Fall sollten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe das Öl wegschütten. Dann haben sich giftige, Krebs erregende Oxidantien gebildet. Zum Frittieren nehmen Sie lieber ein reiferes (d. h. das etwa ½ oder 1Jahr alt) Extra natives Olivenöl. Machen Sie es auch wie die Profis: Sie fangen das Olivenöl nach dem Garen auf und verwenden es mehrmals (bis zu dreimal), sonst wird das Frittieren ein teurer Spaß.

Kann Olivenöl die Butter beim Backen ersetzen?
Und ob! In den Rührteigen wird meist ein weiches oder flüssiges Fett verlangt, hier ist es ganz klar, dass Olivenöl ein guter Partner ist. Die Eier und den Zucker rühre ich mit dem Olivenöl besser cremig. Kuchen mit Olivenöl gebacken werden sehr schön gelb, saftig und locker. Bestens ist Olivenöl auch für den Hefeteig und Brandteig geeignet. Auch Knetteige und Weihnachtsplätzchen gelingen mit ein wenig Geduld sehr gut. Das schöne am Olivenöl ist, man braucht ca. 20 % weniger als die angegebene Menge an Butter. So senken Sie Ihr Cholesterin und sparen Kalorien!

Soll Olivenöl im Kühlschrank stehen?
Nein, das muss nicht sein. Allerdings macht es auch nichts aus. Im Kühlschrank flockt das Olivenöl. Die Inhaltsstoffe werden dadurch nicht verändert. Sobald es draußen steht, wird es gleich wieder flüssig.

Was ist die beste Lagerung für Olivenöl?
Olivenöl mag es gerne dunkel (darum ist es im Kanister bestens aufgehoben oder in einer dunklen Flasche). Im Keller oder an einem vergleichbar kühlen Ort ist der beste Platz. Flaschen, (die sind ja für den Verbrauch gedacht) können Sie in der Küche stehen lassen. Eine Bitte: nicht auf das sonnige Fensterbrett und auch nicht auf die Heizung stellen.

Wie erkennt man die Qualität eines Olivenöls?
Beim Olivenöl schlürfen zeigt sich am Gaumen ein leichter bis stärkerer Bitterton. Nach dem Hinunterschlucken spüren Sie die Frische des Öls. Die Schärfe oder das Kratzen im Hals, ist kein Fehler sonder ein Gütezeichen für sehr frisches Öl. Diese Schärfe verliert sich mit der Zeit.

Machen Sie doch mal eine Blindverkostung von verschiedenen extra nativen Olivenölen (z. B. Discounteröle und Premiumöle) – Sie werden staunen wie unterschiedlich Olivenöle schmecken können.

Zu Ihrer Information, Olivenöl ist/kann bitter/fruchtig und eine gewisse Schärfe aufweisen. Sollten Sie durch die Schärfe husten müssen, seien Sie nicht erstaunt, das kann passieren.

Essen Sie etwas Brot, das beruhigt wieder.

1. Sie nehmen den Becher in beide Hände und wärmen das Öl etwas an und prüfen das Aussehen, seine Farbigkeit und Konsistenz.

2.Schwenken den Becher sodass das Öl sich am Rand verteilen kann, decken es mit der Hand ab und schwenken hin und her.

3. Sie nehmen mit einem tiefen Atemzug durch die Nase das Aroma auf. Lassen den Eindruck ein wenig wirken und atmen wieder durch die Nase aus.

4. Einen kleinen Schluck nehmen und verteilen das Öl im Mund, indem wir es mit der Zunge gegen den Gaumen drücken. Auf diese Weise spüren wir die Konsistenz z. B. pastös oder leicht. Bei leicht geöffneten Lippen atmen wir erst langsam dann stärker ein, ziehen die Luft durch die Zähne in den Mund. Das hierbei nicht zu vermeidende Geräusch sollte Sie nicht stören – es ist normal und zur Verkostung erforderlich. Das Öl soll sich auf alle Geschmackspapillen verteilen.

5. Das Öl im Mund ruhen lassen. Das Öl gut im Mund verteilen, dabei können wir durch die Nase ein- und ausatmen. Hierbei nehmen wir Geschmack, Aroma, und Konsistenz des Öls wahr.

6. Öl schlucken. Wir schlucken das Öl, das mittlerweile eine Öl-Speichel, Luft-Emulsion geworden ist.

7. Besinnen. Wir lassen den Gesamteindruck auf uns wirken und versuchen diesen Endruck zu beschreiben.

So sollte ein Olivenöl nicht schmecken: Nicht ranzig, weinig, muffig, schlammig, stichig oder andere Fehltöne haben.

 

 

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